Klientenzentrierte nicht-direktive Beratung nach C. Rogers:
Die Methode der klientenzentrierten nicht-direktiven Beratung von Carl
Rogers, die vorwiegend an der Humanistischen oder Seins-Psychologie
orientiert ist, bietet die geeignete Basis für Beratung auf
psycho-sozialem und pädagogischem Gebiet. Ausgehend von der
Grundannahme, dass der Mensch selbst-direktiv ist, besteht die Aufgabe
der nicht-direktiven Beratung darin, dem Klienten dabei zu helfen
Erkenntnisse zu gewinnen, Perspektiven zu entwickeln und seine
persönlichen Ziele autonom und eigenverantwortlich zu realisieren.
Systemische Familienberatung nach V. Satir:
Die Systemische Familienberatung geht davon aus, dass die
Berücksichtigung des familiären Beziehungssystems eine wichtige
Voraussetzung für Veränderungen im Erleben und Verhalten des Klienten
darstellt. Die Perspektiven und Wege der Familienberatung fördern die
Veränderungen und Wachstumsprozesse, die zu mehr persönlicher Freiheit,
zu Selbsterfüllung und zur Entwicklung des persönlichen menschlichen
Potentials führen.
Counseling:
Ein weiterer bedeutender Ansatz für die Arbeit auf dem psycho-sozialen
und pädagogischen Gebiet ist das Counseling. Diese Methode wirkt über
die Einleitung von Lernprozessen, bei denen der Klient über sich
selbst, seine interpersonalen Beziehungen und die Verhaltensweisen, die
seine persönliche Entwicklung voranbringen, Kenntnisse erwirbt und
Handlungsstrategien entwickelt.
CBP - Cognitive Behavioral Patterning:
Die am Institut für angewandte Pädagogik entwickelte Methode des CBP
basiert auf der Erfahrung, dass zahlreiche Probleme durch
intellektuelle Leistungsdefizite bedingt sind oder verstärkt werden.
Die schrittweise Förderung der Schlüsselkompetenzen menschlicher
Handlungsfähigkeit - Körperbewusstsein, intellektuelle Leistungen,
Reflexionsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Kommunikationsfähigkeit,
Beziehungsfähigkeit, Teamworkfähigkeit, Handlungskontrolle, kognitives
Problemlösungsverhalten etc. - führt zur Entwicklung sozialer Kompetenz
und in Folge zu selbständigen, eigenverantwortlichen Individuen. Die
Fähigkeit der Selbstreflexion und das Bewusstmachen von Motiven mittels
Concept Mapping sind wichtige Vorbedingungen für eigenverantwortliches
Handeln und Selbstmanagement. Entscheidend für das Paradigma der
erfolgreichen/erfolglosen Verhaltensmuster beim CBP ist das Finden und
Formulieren persönlicher Ziele.
Ziel des Verfahrens ist die Fähigkeit und die Bereitschaft Wünsche und
Bedürfnisse eigenverantwortlich mit Hilfe kognitiver
Problemlösungsstrategien zu realisieren. Der Prozess erfolgt
schrittweise, wobei ineffiziente bzw. destruktive Verhaltensmuster als
wenig erfolgreich erkannt und durch neue wirkungsvollere
Verhaltensformen ersetzt werden. Die Fähigkeit der kritischen
Selbstbeurteilung ist dabei ebenso von Bedeutung wie die Anregung und
Hilfestellung durch den erfahrenen Berater.
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